Festival Tag 1

3. August 2017

Outreach Festival & Academy

20:00 Eröffnungsreden

20:15 Craig Harris’ Breathe / Visuelles Eröffnungsredekonzert
feat. Mark Kostabi & Franz Schuh Gedichte

21:30 Lucia Cadotsch - Speak Low

22:30 Mozarts Nightmare… about the music and the letters of Amadeus

23:30 “Indian Air” – World Jazz Trio

Jetzt Ticket kaufen

20:15 Craig Harris' „Breathe“ / Visuelles Eröffnungskonzerte feat. Mark Kostabi & Franz Schuh

Das Projekt des Posaunisten und Komponisten Craig Harris, das beim diesjährigen Winter Jazzfest in New York aufgeführt und vom Publikum euphorisch aufgenommen wurde, ist von diesem Ereignis geprägt. Er stellt der Brutalität und der Unterdrückung ein Werk entgegen, welches das Recht auf Freiheit und das Recht zu Atmen propagiert.

Harris nimmt Bezug auf „Black Live Matters“ und findet mit „Breathe“ zu enorm positiver Kraft. Auf Repression und auf die untragbaren Ereignisse in den USA reagiert er nicht mit Wut, sondern mit unbedingter Liebe zur afroamerikanischen Kultur und deren Schönheit und Vielfalt.

Sein Werk besteht aus auskomponierten Sektionen, welche überleiten zu improvisierten Teilen und von diesen stellenweise überlagert werden. Das 45-köpfige Ensemble wird von Harris selbst dirigiert und angeleitet.

Aber nicht nur auf ein musikalisches Ereignis darf man sich einstellen. Das traditionelle „Eröffnungsredekonzert“ bedient sich der verschiedensten Kunstformen. Der Vordenker Franz Schuh wird Gedichte lesen, während der bildender Künstler Mark Kostabi den Bildern im Kopf visuelle Ereignisse zur Seite stellt.

Das Verbindende steht, ganz gemäß dem diesjährigen Motto des Festivals, im Zentrum. Die Künste und verschiedenen Ausdruckweisen verschmelzen ebenso wie an sich Disparates. Teil des 45-köpfigen Ensembles werden nämlich auch 15 Musiker der Polizeimusik Tirol sein.

Die dadurch getroffene Aussage könnte nicht stärker sein. Wir dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen, sondern müssen zusammenstehen – über die Grenzen der Künste und über die Grenzen der eigenen Weltanschauung hinweg.

Besetzung:

Leader, Dirigent: Craig Harris
Bildender Künstler: Mark Kostabi  
Redner: Franz Schuh
Blockflöte: Winfried Hackl
Trumpets: Franz Hackl, Peter Oswald, Gerhard Fluch, Joschi Öttl, Klaus Kübler
Saxophones: Lorenz Hargassner, Thomas Kugi, Dennis Brandner, Reiner Witzel
Trombones: Christophe Schweizer, Dave Taylor, Christian Radovan, Paul Zauner
French Horn: John Clark, Clemens Wechselberger
Keyboards: Adam Holzman
Guitars: Jane Getter, Gene Pritsker
Bass: Mark Egan
Drums/Percussion: Raffael Auer, Craig Blundell

Dieses Ensemble wird durch 15 Musiker der Polizeimusik Tirol verstärkt:
​Es Alt Sax: Stefan Eder, Dominik Bair, Karl Wille
​Tenor Sax: Franz Josef Fankhauser
​Baritonsax: Stefan Kluibenschädl
​Trompete: Markus Gollner, Markus Trenner, Georg Brandstätter, Dietmar Huber, Werner Eberl, Erwin Mayr, Manfred Trummer


21:30 Lucia Cadotsch - Speak Low

Bedrückend schön. Und doch viel mehr. Mit dem Anspruch pure Schönheit zu zelebrieren kann man sich leicht an moderne Traditionals wie „Gloomy Sunday“, „Strange Fruit“ oder „Moonriver“ heranwagen. Lucia Cadotsch und ihre Mitstreiter finden aber andere, spannendere Zugänge.

Von der anrührenden Schönheit dieser Lieder berührt etabliert die gebürtige Schweizerin unter dem Einfluss der Weltmetropole Berlin Verfahren und Möglichkeiten Schönheit zu brechen und sie durch die Brille der pulsierenden Hauptstadt wieder neu zusammenzusetzen.

Bei diesem Vorhaben standen ihr Meister des jeweiligen Fachs zur Seite: Petter Eldh am Kontrabass und Otis Sandsjö am Tenorsaxophon. Zu dritt haben Sie „Speak Low“ in nur wenigen Tagen eingespielt. Denn ihre Schönheit ist unmittelbar, direkt, kompromisslos.

Entstanden ist Musik, die eine seltsam schwerelose Komponente aufweist. Sie ist aber nicht ätherisch, sondern steht paradoxerweise zugleich mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Gegenwart. Für das Gefühl der Schwerelosigkeit ist die Abwesenheit von Rhythmus- und Harmonieinstrumenten hauptverantwortlich. Dadurch werden aber nicht Limitierungen geschaffen, sondern Räume und Möglichkeiten überhaupt erst geöffnet. Der Weg wird frei um an den Songs bei offenem Herzen zu operieren, ihre Funktionsweisen offen zu legen und sie mit den eigenen Mitteln neu und aufregend frisch auszulegen.

Mit diesen Auslegungen festigt die Wahlberlinerin ihren Ruf, dem Jazz-Gesang neue Impulse zu geben. Abseits von dem Wiedersingen reichlich abgenutzter Standards und jenseits von Singer-Songwriter-Klischees findet sie zu einer klaren, unaufgeregten und doch eindrucksvollen Vokal-Kunst.

Auf der Bühne kann man sich auf pure Musizierlust freuen. Am Saxophon wird an diesem Abend Hayden Chisholm zu hören sein. Die Songs sind das Herz der Performance, aber kein Korsett. Dazwischen und daneben ist vieles möglich.

Besetzung:

Lucia Cadotsch - vocals
Petter Eldh - double bass
Hayden Chisholm - saxophone


22:30 Mozart's Nightmare… about the music and the letters of Amadeus

Mozart ist allgegenwärtig. Nicht nur auf den Mozartkugeln oder als Aushängeschild der sogenannten Hochkultur. Diese Omnipräsenz hat auch dazu geführt, dass seine Musik allzu oft verkitscht und in Folge als allzu lieblich gebrandmarkt wurde. Dabei bietet sie einen reichhaltigen Fundus an Motiven, die zunehmend auch von Jazz-Musikern als Inspirationsquelle entdeckt werden.

Christian Rainer, Raphael Preuschl, Herbert Pirker und Christian Wegscheider wagen sich tollkühn an Mozart heran. Im Gegensatz zu Johann Sebastian Bach, der seit Jahrzehnten bei Jazzern beliebt ist und dessen Musik von ebendiesen schon weitestgehend „abgefrühstückt“ ist, kann man mit dem guten Wolfgang Amadeus und dessen Musik noch deutlich unbefangener umgehen.

Diesen Vorteil wissen diese vier unerschrockenen Musiker zu ihrem Vorteil zu nutzen. Als Ausgangsmaterial dienen primär die „Gassenhauer“ von W.A. Mozart. Aber auch andere Komponisten mischen sich in das Gassenhauer-Repertoire mit hinein. Mit den frech geliehenen klassischen Motiven wir frisch und frei umgegangen. Manchmal dienen diese auch nur als Sprungbrett, um neue Musik zu erschaffen. Manchmal fällt es leicht das Vorbild zu erkennen, oftmals löst es sich in den neuen Kontexten völlig auf.

Doch nicht nur Musik gibt es zu hören. Wesentlicher Bestandteil des Hörerlebnisses sind auch spannende und unterhaltsame Ausschnitte aus Briefen von Mozart oder Beethoven. Mit größtmöglicher Freiheit verquickt das Quartett diese mit der Musik.   

Zum Hörvergnügen trägt nicht zuletzt bei, dass man nicht bierernst zur Tat schreitet, sondern Augenzwinkern inkludiert ist.

It´s Groove not Mozart!

Besetzung:

Voice: Christian Reiner
Bass: Raphael Preuschl
Drums: Herbert Pirker
Klavier: Christian Wegscheider


23:30 “Indian Air” – World Jazz Trio

Vor über 20 Jahren verfiel der österreichische Musiker Klaus Falschlunger der indischen Musik. Die Sitar, oftmals nicht frei von esoterischem Ballast und in Verdacht einer allzu seichten Auslegung von Weltmusik zu dienen, wurde zu seinem Instrument. Seither entwickelte er sich zum Virtuosen auf diesem Instrument und ist ein klingender Name in der indisch-europäischen Musikszene in Europa.

Bereits nach wenigen Tönen von Falschlunger weiß man, dass man etwaige Vorurteile die Sitar betreffend so schnell wie möglich über Bord werfen und einfach nur zuhören sollte. Das Menü, welches das Trio um den Sitar-Meister serviert schmeckt zwar oft exotisch, niemals aber flach oder exotisierend. Auch die nächste Meditation-Session lässt sich nicht so ohne weiteres mit dieser Musik untermalen.

Clemens Rofner am Kontrabass und an der Bass-Ukulele du der Perkussionist Tobias Steinberger unterstützen Falschlunger virtuos bei seiner weltumspannenden Entdeckungsreise. Traditionelle indische Musik ist dabei nur eine Wegrichtung. Unterwegs trifft das Trio auf modernen Jazz, Folk oder gar auf Pop. Damit gelingt eine wahrhaft grenzenlose Vermengung von Stilen und Einflüssen. Der Musikalität der Beteiligten ist es zu verdanken, dass diese Verbindung nicht beliebig, sondern schlüssig und überzeugend klingt.

Der Weg, den das Trio einschlägt ist gesäumt von vertrauten Elemente, in denen sich der „westliche“ Zuhörer sofort zurechtfindet. Allzu lange sollte man sich als Zuhörer aber nicht in Sicherheit wiegen. Diese Vertrautheit wird mit allerlei Schrägem und Unerwartetem konterkariert.

Ganz dem Motto des diesjährigen Festivals folgend entsteht somit ein in musikalisch verwirklichte Utopie der Grenzüberschreitung und der Einheit. Diese Musik schottet sich nicht ab, sondern öffnet sich und findet Bereicherung in unterschiedlichsten kulturellen und musikalischen Kontexten.

Besetzung:

Sitar: Klaus Falschlunger
Percussion/framedrums: Tobias Steinberger
Doublebass, bass-ukulele: Clemens Rofner

Jetzt Ticket kaufen

zu Festival Tag 2 zu Festival Tag 3



Wir danken unseren Sponsoren!

Wiener Städtische Versicherung gefördert von Land Tirol Stadt Schwaz BundeskanzleramtSileberregion Karwendel


  Hypo Tirol Bank Tyrolit Teekanne LED Works MPreis Casinos Austria Steuerberater Hirschberger tt Club OE1 

Vorverkauf Schwaz

Archengasse 11
6130 Schwaz

Tel: +43(664)3303181
office@outreachmusic.org

Wir freuen uns auf Ihren Besuch
und wünschen Ihnen viel Vergnügen!