Festival Tag 2

4. August 2017

19:00 Mark Kostabi Chamber Music Ensemble

20:00 Jakob Zimmermann Trio

21:00 David Murray – Last of the Hipmen

22:00 Peter Ponger Trio

23:00 Outreach Orchestra feat. Chanda Rule

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19:00 Mark Kostabi Chamber Music Ensemble

Der amerikanische Künstler Mark Kostabi hat das eindrucksvolle Sujet des diesjährigen Festivals gestaltet. Ihm ist aber immer wieder daran gelegen, die Grenzen der bildenden Kunst zu übertreten und sich auch der Musik zu widmen.

Kostabi selbst ist an diesem Abend am Klavier zu hören. Sowohl sein Kompositionstalent als sein Klavierspiel sind bemerkenswert. Sein Zugang zu Musik ist unorthodox und von einer plastischen Klarheit. Der Gestaltungswille und die klaren Formen seiner Bilder lassen sich auch in seiner Musik wiederfinden. Seine Kompositionen sind nicht ausufernd, sondern direkt und strukturiert, dabei aber nicht ohne Raffinesse.

Zu erleben sind aber nicht lediglich Kompositionen aus der Feder von Kostabi selbst. Bei den kammermusikalischen Werken handelt es sich auch um Stücke, die von Kostabis Arbeit als bildnerischer Künstler inspiriert wurden. Peter Jarvis, Ginka Mizuki und Gene Pritsker haben die Kunst von Kostabi als Ausgangspunkt für eigens geschaffene Musik genommen.

Dabei entsteht eine wechselseitige Durchdringung der Künste. Bilder und deren Struktur beeinflussen die Musik. Die Musik selbst trägt plötzlich bildhafte Züge. Mit den Bildern im Kopf entsteht eine multimediale Situation. Man darf sich auch die Frage stellen, wie wiederum Musik und das eigene Komponieren die Bilder von Kostabi beeinflussen.

All das sind Motive einer Entgrenzung. Künste rücken näher zusammen, befragen sich gegenseitig kritisch und kreativ auf mögliche Beeinflussung und Inspiration hin. Zusammenrücken und der fruchtbare Dialog sind auch außerhalb der Kunst in Zeiten der voranschreitenden Globalisierung ganz sicher keine schlechten Ratgeber

Besetzung: 

Trompete: tba
​Violine: Petro Krysa
​Klarinette: Michiyo Suzuki
​Guitar/Di.J.: Gene Pritsker
​Piano: Mark Kostabi
Bass: tba.
​Drums: tba

Music by: Mark, Kostabi, Peter Jarvis, Ginka Mizuki, Gene Pritsker


20:00 Jakob Zimmermann Trio

Jakob Zimmermann wirkt im persönlichen Kontakt manchmal verschlossen. Seine Musik ist das schiere Gegenteil. Der junge Musiker, noch keine 18 Jahre alt, entwirft ein reichhaltiges, bezugsreiches und hochmusikalisches Musik-Universum, in dem Beschränkungen und Einschränkungen nicht existent sind.

Das diesjährige Motto „a la carte globalizsation vs. creating tomorrow´s hope” kommt da gerade recht. Das Jakob Zimmermann Trio arbeitet sich bereitwillig und hochkreativ an diesem ab. Vor allem die „Sonnseiten“ der Globalisierung haben den Bandleader und Komponisten Zimmermann dazu inspiriert, ein außergewöhnliches Konzept zu entwerfen.

Eine solche „Sonnenseite“ ist die Digitalisierung. Diese erleichtert den Zugang zu verschiedenen Kulturen und schafft einen schier unerschöpflichen Pool an Möglichkeiten. Mit Hilfe dieses Pools lassen sich die Widersprüche und die Hoffnungen musikalisch skizzieren, die mit der unaufhaltsamen Globalisierung einhergehen.

Die Fragen, die Clemens Rofner, Simon Springer und Jakob Zimmermann aufwerfen sind hochbrisant. Der Umgang mit Globalisierung und die damit verbundenen Hoffnungen stehen zur Debatte. Die Verschmelzung und die Gegenüberstellung von Einflüssen, Stilen und Kulturen sind womöglich nicht immer reibungslos und können auch konfliktreich sein. Letzten Endes ist diese Offenheit und die Dialogbereitschaft aber alternativlos, zumal ansonsten die Abschottung nicht fern wäre.

Jakob Zimmermann beweist jedenfalls auf musikalischer Ebene, dass die Globalisierung bereichernd ist. Der Zugriff auf verschiedenste Kulturinhalte und Spielarten der Musik hilft dabei als Musiker zu wachsen und verändert und bereichert aus diesem Kontakt hervorzugehen.

Besetzung:

Klavier: Jakob Zimmermann
Bass: Clemens Rofner
Drums: Simon Springer


21:00 David Murray – Last of the Hipmen​

Der Grammy-Gewinner David Murray gilt für viele als einer der wichtigsten und vor allem auch vielseitigsten Saxophonisten, Komponisten und Bandleader des modernen Jazz. Aufgestiegen ist er in der New Yorker Loft Jazz-Szene in den 1970ern. Populär wurde er in Europa unter anderem auch als Mitgebegründer des World Saxophone Quartet. Seine musikalische Vielseitigkeit zeigt sich vor allem auch in seinen unterschiedlichen Kollaborationen. So stand er etwa schon mit „The Grateful Dead“ oder mit „The Roots“ auf der Bühne.

Sein Schaffen ist nahezu unüberschaubar. Stolze 150 Alben sind unter seinem eigenen Namen entstanden, bei weiteren 100 Alben war es als Sideman zu hören. Als Vorbilder nennt Murry die Saxophonisten Paul Gonzales, Lester Young und Ben Webster. Dieses Einflüsse aufnehmend und weiterentwickelnd hat er ein obertonreiches Spiel mit virtuosen Überblastechniken entwickelt. Dank seiner Erfahrungen in den Bereichen Gospel, Avantgarde, Rock und Funk verfügt er außerdem über ein enorm differenziertes Musik-Handwerkzeug.

Die beim diesjährigem „Outreach“ zu hörende Besetzung geht auf eine Zusammenarbeit des Jazzposaunisten Paul Zauner und der Band von David Murray „Last oft the Hipmen“ zurück. In diesem Zeitraum spielten sie zwei gemeinsame Tourneen. Zu dieser Zeit entstand auch die Aufnahme „Last of the Hipmen“. Das diesjährige Konzert darf also mit gutem Gewissen als eine waschechte Reunion bezeichnet werden.

Besetzung:

Tenor sax, bass clarinet: David Murray
Trombone: Paul Zauner
Piano: Carlton Holmes
Bass: Reinier Elizarde
Drums: Giorvis Pico


22:00 Peter Ponger Trio - JAZZZ

Der gebürtige Wiener Peter Ponger hat die Musikwelt gesehen und die Grenzen des Jazz immer wieder überschritten. Sowohl im Free-Jazz als auch in rockigeren Jazz-Gefilden und nicht zuletzt in der Filmmusik hat er temporäre Heimaten gefunden. Auf dem Weg durch diese Spielarten ist ihm viel Lob zuteil geworden. Wynton Marsalis nannte ihn gar einen „master of harmonic colours“.

Der Weltenbürger, der in seiner Karriere unter anderem mit Steve Grossmann, Klaus Doldinger oder eben Wynton Marsalis arbeitete, bietet auf den ersten Blick beim diesjährigen Festival Altbewährtes. Das Piano-Trio mit Bass und Schlagzeug ist schließlich die klassische und kanonisierte Ausdruckweise des Jazz schlechthin.

Die Festlegung auf diese an sich überraschungsarme Besetzung lässt das Peter Ponger Trio aber all ihre Vorzüge umso eindrucksvoller auf den Punkt bringen. Ponger schüttet sein Füllhorn an Musikalität, souverän unterstützt von seinen Mitmusikern Peter Herbert am Bass und Judith Schwarz am Schlagzeug, generös an den Konzertabenden aus.

Das tut er unaufgeregt und als informierter Weltklasse-Musiker. Standards, Eigenkompositionen und die schieren Möglichkeiten des Augenblicks sind zentrale Beweggründe des Musikschaffens des Trios.

Mit dem Tonmaterial geht man dabei assoziativ um und findet mit diesem Verfahren zu völlig neuen Resonanzräumen und Klangfarben. Die Songs, so vertraut sie anfänglich auch klingen, verschwinden oft mehr und mehr, setzen sich neu zusammen und dienen zum Teil als Sprungbrett um den Moment der Improvisation voll auszukosten.

Die Einflüsse sind mannigfaltig. „Beeinflusst und interessiert haben mich Minmal Music, afrikanische Polyrythmic, klassische Musik, 20thcentury harmony und natürlich auch Jazzstandards“, so Ponger.

Das Piano-Trio hat, auch dank dieser Buntheit und Offenheit, noch viel zu sagen. Vor allem, wenn man die unendlich differenzierte „Sprache“ dieses Trios versteht. Der Zugang fällt dabei leicht, im Inneren bleibt es einladend, wird aber zunehmend komplexer. Doch diesem Trio folgt man gerne, zumal es den Hörer nicht abschütteln möchte, sondern auf den Jazz-Trip seines Lebens mitnehmen möchte.

Besetzung:

Peter Ponger: piano
Peter Herbert: bass
Judith Schwarz: drums


23:00 Outreach Orchestra feat. Chanda Rule

Keine Theorie, sondern nur das wirkliche und wahrhaftige Musikerleben. In bester Outreach-Tradition meistert das Outreach Orchestra das Motto auch in diesem Jahr wieder durch kollaborative und kreative Zusammenarbeit. Jedes Ensemblemitglied steuert Kompositionen bei.

In diesem Jahr wagt sich das Outreach Orchestra besonders tief hinein ins Ungewisse. Das ist nicht zuletzt dem heurigen Motto geschuldet. Auf der Suche nach der Einheit in der Vielfalt und der Vielfalt in der Einheit stößt es auf Irritierendes, Komplexes, manchmal auch Unvereinbares. Manches reibt sich aneinander, manches verschmilzt.

Getragen ist der Zugang von der Überzeugung, dass sich mit der gegenwärtigen Komplexität nur gemeinsam begegnen lässt. Wer sich vor der Komplexität der Gegenwart verschließt schottet sich ab und nimmt sich die Möglichkeit an den Herausforderungen zu wachsen.

Das Outreach Orchestra reagiert damit auf die Herausforderung unserer Jetzt-Zeit und setzt ein Zeichen. Es tritt mit den ureigenen Mitteln der Musik an um den einfachen Lösungen und den allzu naheliegenden Entscheidungen eine glasklare Absage zu erteilen.

Besetzung:

Voice: Chanda Rule
Trumpet: Franz Hackl
Alto sax: Lorenz Hargassner
Tenor sax: Thomas Kugi
Trombone: Christophe Schweizer
Bass trombone: Dave Taylor
French horn: John Clark
Keyboards: Adam Holzman
Guitar: Gene Pritsker, Jane Getter
Bass: Mark Egan
Drums/Percussion: Raffael Auer
Drums: Craig Blundell

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